Unser Leistungsspektrum
für Ihr persönliches Profil.

Gruppenpsychotherapie

Neben vielfältigen therapeutischen Angeboten stellt die Gruppenpsychotherapie eine zentrale Komponente der Behandlung in der Fontane-Klinik dar. In die Bezugsgruppe integrieren sich bis zu 12 Frauen und Männer und ein Therapeut, der während der gesamten Zeit zentraler Ansprechpartner für die Gruppenmitglieder und wichtige Bezugspersonen ist. Da es sich um halboffene Gruppen handelt, scheiden Patienten sukzessive aus dem Gruppenprozess aus und Neue kommen hinzu. Gruppenpsychotherapie findet in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und der psychosomatische Abteilung mehrfach in der Woche über je 90 Minuten statt. Die Gruppenpsychotherapie bietet vielfältige Möglichkeiten, um korrigierend auf Rollenkonflikte, die Selbstwahrnehmung und soziale Kontakt- und Beziehungsstörungen einzuwirken. Interaktionen in der Gruppe, die Rückmeldungen, Sichtweisen und Reaktionen der verschiedenen Charaktere beiderlei Geschlechts, können genutzt werden, um den Einzelnen bei der Bewältigung seiner Erkrankung zu unterstützen.

Einzelpsychotherapie

Therapeutische Einzelgespräche finden begleitend zur Gruppenpsychotherapie einmal in der Woche statt. Hierbei sollen die Effekte der Gruppenarbeit einerseits stabilisiert und vertieft werden. Es wird dabei aber auch auf aktuelle individuelle Konflikte, Probleme und Schicksalssituationen eingegangen. Frequenz, Dauer und Inhalte der Einzelkontakte werden individuell vereinbart. Im angstfreien und entspannten Rahmen seiner Therapie kann der Patient wichtige Themen ansprechen, Konflikte bearbeiten, neue Einsichten gewinnen und Perspektiven entwickeln.

Indikative Gruppen

Bei psychischen oder körperlichen Störungen und Erkrankungen, bei Defiziten im sozialen, beruflichen und zwischenmenschlichen Kontext werden bei uns offene und geschlossene Gruppen angeboten, in denen Patienten mit ähnlicher Problematik ein Gruppenprogramm zu ihrem spezifischen Thema absolvieren. So können zum Beispiel durch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens der Umgang mit Stress und der Umgang mit belastenden Emotionen verbessert werden. Wir halten Trainingsangebote vor, um gezielt soziale Kompetenzen zu fördern. Beispielhaft seien hier folgende Angebote genannt: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training, Atemtherapie Meditation, Yoga, Rückenfit, Nordic Walking, Adipositas, Aqua Fitness, Badminton, Ballspiele, Freizeitgestaltung, Tanz- u. Bewegungstherapie, Stabilisierungstraining f. Frauen, Kunsttherapie, Collagen in der Kunsttherapie, Tonfiguren, Atelier,  Medikamente, Gute Drogen-Böse Drogen, Umgang mit Depressionen, Umgang mit der Angst, Gelassen und sicher im Stress, Training sozialer Kompetenzen, Berufliches Stressmanagement, Sucht und Familie, Erlebnistherapie, Bogenschießen, Umgang mit behördlichen Angelegenheiten, Bewerbungstraining, Internet nutzen, Erziehungsberatung, Info Essstörungen, Ernährungsberatung, EDV - für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis, Raucherentwöhnung.

Ergotherapie

Sie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Sport- und Bewegungstherapie

Ziel unserer sporttherapeutischen Abteilung ist es, den Heilungsprozess zu fördern, Schäden vorzubeugen und gesundheitlich orientiertes Verhalten zu fördern.

Wofür steht unser Angebot?
Sporttherapie-für körperliches Wohlbefinden
Sporttherapie-für seelische Stärkung
Sporttherapie-für das Spüren von Emotionen
Sporttherapie-für das Miteinander und Füreinander
Sporttherapie-für den Aufbau, den Erhalt und die Verbesserung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit
Das Basissportprogramm findet 1 - 3 mal in der Woche mit der Bezugsgruppe  statt, nach ärztlicher Rücksprache individuell gestaltet. Begleitet von unseren Sportlehrern bieten wir umfangreiche Sportmöglichkeiten an, die Patienten und Begleitkindern auch in der Freizeit und am Wochenende zur Verfügung stehen. In der Tennishalle werden Ballsportarten (z. B. Tennis, Federball, Volleyball, Faustball, Basketball, Prell- und Völkerball) gespielt zudem stehen zahlreiche Fahrradergometer zur Verfügung. Ein Trampolin kann unter fachlicher Anleitung für die Verbesserung der Sprungkraft und der Koordination genutzt werden. Da die Sporthalle mit Teppichboden ausgelegt ist, können dort auch Gymnastik und turnerische Übungen stattfinden. Die Schwimmhalle lädt Kinder und Erwachsene zum Baden, Schwimmen und Spielen ein. Ausdauerschwimmen mit einer Gegenstromanlage ist ebenso möglich, wie therapeutisches Schwimmen (Aquafitness) und das Erlernen der verschiedenen Schwimmstile. Erholung und Entspannung bietet die angegliederte Sauna. Ein Kleinfeldfußballplatz (Tartanbelag) mit Handballtoren kann auch in der Freizeit für Ballsportarten genutzt werden. Da sich die Fontane-Klinik in waldreicher Umgebung befindet, sind z. B. Nordic Walking und viele Laufsportarten auch in der freien Natur möglich.

Physiotherapie

Unsere sehr gut ausgestattete physiotherapeutische Abteilung zeichnet sich durch vielseitige Behandlungsmöglichkeiten aus. Eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten unserer Fachklinik und ambulanten Orthopäden und Chirurgen ermöglicht individuelle Behandlungsabsprachen. Hier ein kurzer Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten der physikalischen Abteilung: Es kommen verschiedene Hydrotherapieverfahren zur Anwendung, wie Kneipp´sches Wassertreten, wechselwarme Güsse, medizinische Vollbäder (Melisse, Rheuma, Balneum-Hermal, Totes Meer Salz, Rosmarin u. a.), hydroelektrische Voll- und Teilbäder (Zellenbäder, Stangerbad)Unterwassermassagen, krankengymnastische Behandlungen im Einzel- und Gruppensetting (z. B. Rückenschule, Beckenbodengymnastik....) in unserer Gymnastik- und Schwimmhalle. Zur muskulären und psychischen Entspannung werden Fangopackungen, manuelle Massagen, Reflexzonentherapie, Kolonmassagen und Medy Jet angeboten.

Gesundheitsseminare und Informationsveranstaltungen

Das Wissen um Ursachen, Verlauf, Diagnostik, Therapie und Prognose von Krankheit und Behinderung ist wesentliches Handlungsmerkmal moderner Therapiekonzepte. Das Wissen um Krankheit und ihre Therapie sowie um gesunde Lebensweise ist in der Bevölkerung in den letzten Jahren und Jahrzehnten beständig gewachsen. Darauf aufbauend geht es in den Gesundheitsseminaren und Informationsveranstaltungen darum, neues Wissen anzubieten und Verschüttetes zu aktualisieren. Menschen, die um ihre Erkrankung wissen und sich beständig weiterbilden, im Austausch mit ihren Ärzten, Therapeuten und Mitpatienten stehen, können sich sehr viel aktiver mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und steigern dadurch natürlich auch ihre Heilungschancen.

Daher bieten wir regelmäßig Seminare zu folgenden Themen an:

  • Alkoholabhängigkeit
  • Medikamentenabhängigkeit
  • Nikotinabhängigkeit
  • Schlafstörungen
  • Illegale Drogen
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Suchtmittelbedingte neurologisch-psychiatrische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Erkrankungen der Leber
  • Epilepsie
  • Umgang mit beruflichem Stress
  • Umgang mit Schlafstörungen
  • Umgang mit Depressionen
  • Umgang mit Schmerz
  • Entspannungsverfahren
  • Welchen Kommunikationsstil habe ich?
  • Nachsorgemodelle
  • Psychosomatik - Was hat das mit mir zu tun?
  • Ernährungsmärchen
  • Psychopharmaka und Psychotherapie

Angehörigenarbeit

Bei Menschen, die sich wegen einer psychischen Erkrankung in ambulante oder stationäre Behandlung begeben, sind oft Familienangehörige, Partner, Freunde, Bekannte oder auch Arbeitskollegen sind in den Krankheitsprozess eingebunden: Als nahe Bezugspersonen möchten sie einerseits helfend zur Seite stehen, sind aber mit der Erkrankung überfordert, fühlen sich hilflos und erschöpft. Daher ist es uns ein ausdrückliches Anliegen, wichtige Bezugspersonen in den Therapie- und Heilungsprozess mit einzubeziehen. Neben Gesprächen zwischen Psychotherapeuten, dem Patienten und wichtigen Bezugspartnern finden daher regelmäßig Informationsveranstaltungen statt. Sowohl bei den Abhängigkeitserkrankungen wie auch in der Psychosomatischen Fachabteilung sind „Angehörigenseminare“ wichtige Therapiebausteine. Paargespräche und Angehörigengespräche ergänzen das therapeutische Angebot in der Kenntnis, dass langfristige Heilerfolge prognostisch stabiler sind, wenn auch Familienmitglieder krankheitsrelevante Hintergrundinformationen erhalten und aktiv in den Genesungsprozess eingebunden werden. Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychosomatik werden anwesende Eltern wöchentlich in Elterngesprächen informiert und in gemeinsame Eltern-Kind-Therapieinteraktionen eingebunden.

Sozialarbeit

Bei der Behandlung psychosomatischer und suchtspezifischer Erkrankungen besteht nicht selten ein erhöhter Bedarf sozialer Beratung und Hilfestellung. Sozialarbeit versteht sich einerseits als Dienstleistung und andererseits als Hilfe zur Selbsthilfe - die Hilfesuchenden sollen wieder in die Lage versetzt werden, die Ursachen ihrer Probleme zu verstehen, sich Hilfen zu organisieren und das Problem auch zu lösen.

Schwerpunktthemen sind hierbei:

  • Information und Beratung über existenzsichernde Hilfen
  • Beratung zur beruflichen Situation.
  • Begleitung bei der Reha
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
  • Hilfe im Umgang mit Ämtern und Behörden und bei Antragstellungen
  • Unterstützung in Schulden- und Wohnungsfragen
  • Informationen zu und Vermittlung in Adaption, stationäre Nachsorge Einrichtungen und betreutes Wohnen

Flyer Reha- und Sozialberatung

Nachsorgemodelle

Zur Festigung und Stabilisierung des Erreichten während der stationären Therapie besteht nicht selten die Notwendigkeit, Patienten an das ambulante Hilfesystem weiterzuleiten.
Im Verlaufe des Aufenthaltes werden die örtlichen und inhaltlichen Möglichkeiten einer Nachsorge mit dem Bezugstherapeuten besprochen. Hilfestellung bei der Umsetzung erfolgt durch unseren Sozialdienst. In Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes Netz an Selbsthilfegruppen für die verschiedensten somatischen und psychischen Erkrankungen etabliert. Angesprochen werden sowohl Betroffene als auch Angehörige. Erste Kontakte zu Selbsthilfegruppen können im Verlaufe der Therapie durch Kontakt mit externen Gruppen gesammelt werden.

„IRENA“ (Intensivierte Rehabilitationsnachsorge) ist ein Nachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung Bund und kann im Anschluss an einen Aufenthalt bei uns genutzt werden. Mit einem erfahrenen Psychotherapeuten kann der begonnene Prozess weitergeführt werden. Für psychoseerfahrene Patienten gibt es wohnortnahe Psychoseseminare, um den Austausch mit Gleichbetroffenen zu ermöglichen und Hilfestellung für Angehörige zu bieten. Innerhalb eines halben Jahres sind 20 therapeutische Einzel- oder Gruppensitzungen sowie bis zu zwei Therapiegespräche für Bezugspersonen möglich. Die Verlängerung der ambulanten Nachsorge auf ein Jahr ist möglich.
Viele Träger von Nachsorgeeinrichtungen bieten spezielle Unterstützung an (z.B. für Mütter mit Kind, Jugendliche, Suchtmittelabhängige, Psychoseerfahrene u.a.). Formen des Zusammenlebens sind hierbei therapeutische Wohngemeinschaften aber auch betreutes Einzelwohnen. Die Ansprechpartner können bis rund um die Uhr verfügbar sein.
Ist eine alleinige Lebensführung zunächst nicht möglich, kann das Leben in einer stationären Nachsorgeeinrichtung beantragt werden.

Treffen mit Ehemaligen

Jeden 1. Sonnabend im Monat lädt die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen zu einem Erfahrungsaustausch ein. Ehemalige Patienten berichten über ihre Erfahrungen und Probleme bei der Bewältigung des Alltags sowie ihre Abstinenzbemühungen und die Anwendung und Wirkung des in der Therapie Erlernten.

Jeweils am 1. Sonnabend im September findet das „Große Ehemaligentreffen“ statt. Eingeladen sind alle ehemaligen Patienten mit ihren Angehörigen und Freunden. Gastgeber sind die aktuellen Patienten und natürlich alle Mitarbeiter unserer Klinik. Über 15 Jahre war dies eine ganz besondere Tradition in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen. Erstmalig fand am 04.09.2010 eine gemeinsame Veranstaltung der Abteilungen für Abhängigkeitserkrankungen und Psychosomatik mit verschiedenen Informationsveranstaltungen und Workshops statt. Dieser Tag bot eine schöne Gelegenheit, sich mit ehemaligen Gruppenmitgliedern, Mitpatienten und Mitarbeitern auszutauschen. Auf dem Klinikgelände fanden sich vielfältige Themenstände, die von den Patienten liebevoll gestaltet wurden. Und natürlich war auch für die Kinder etwas dabei. Mittagessen, Kaffee und Kuchen und das Abendbuffet waren mit der abendlichen Kulturveranstaltung ein kleines „high light“.

Eine Gesprächsrunde unter Leitung des ehemaligen Ärztlichen Direktors, Dr. Loos, findet jeden Mittwoch für ehemalige und aktuelle Patienten bei uns statt. In der Psychosomatischen Fachabteilung findet für psychoseerfahrene ehemalige und aktuelle Patienten immer am letzten Freitag des Monats ein Ehemaligentreffen statt.

Man muss es so einrichten, dass
einem das Ziel entgegenkommt.

Theodor Fontane