Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserer medizinischen Rehabilitation!

Die Psychosomatische Abteilung der Fontane-Klinik bietet mit ihren 81 Behandlungsplätzen medizinische Rehabilitation für Menschen mit nahezu dem gesamten Spektrum psychosomatischer und auch gravierender und chronischer psychiatrischer Störungen.

Unsere Behandlungsfelder sind

  • rezidivierende depressive Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Angststörungen
  • Bipolare affektive Störungen
  • Psychosen
  • Traumatisierungen
  • Schmerzstörungen
  • Essstörungen
  • Adipositas
  • Anpassungsstörungen
  • Trauerreaktionen
  • Arbeitsstörungen
  • ADS/ADHS
  • Zwangsstörungen
  • Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR)

Wir nehmen selbstverständlich auch Rehabilitand*innen mit erheblicher und chronischer psychiatrischer und psychosomatischer Komorbidität auf.

Wir haben zudem Spezialkonzepte und eine jahrelange interdisziplinäre fachliche Expertise entwickelt für: unseren Psychose-Bereich (incl. Bipolarer affektiver Störungen), unseren Essstörungs-Bereich und für unsere Multimodale Schmerztherapie.

Mit einem fachärztlichen Team gewährleisten wir auch die leitliniengerechte Mitbehandlung gravierender komorbider somatischer und Suchterkrankungen.

Psychosomatik

Fachärzt*innen und medizinische Diagnostik

Das Ärzt*innenteam der Fontane-Klinik besteht aus erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten der Bereiche

  • Psychiatrie, Psychotherapie
  • ZB Sozialmedizin, Rehabilitationswesen
  • Nervenheilkunde
  • Neurologie
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
  • Pädiatrie
  • Innere Medizin

Eine lückenlose medizinische Versorgung incl. Notfallmanagement ist durch die ärztliche und pflegerische 24-Stunden-Präsenz selbstverständlich auch an Sonn- und Feiertagen gesichert.

Wir betreuen unsere Rehabilitand*innen ärztlich mit regelmäßigen chefärztlichen und oberärztlichen Visiten und bezugsärztlichen Sprechstunden und legen großen Wert auf eine adhärente gemeinsame Entscheidungsfindung mit ihnen.

Neben unserer eigenen fachärztlichen Kompetenz profitieren unsere Rehabilitand*innen auch von der engen abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit: zum einen mit den Ärzteteams unserer Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und unserer Abteilung für Kinder- und Jugendpsychosomatik. Zum anderen mit ambulanten Ärzt*innen sämtlicher Fachrichtungen, mit Akutkrankenhäusern der Umgebung sowie mit spezialisierten Universitätskliniken in Berlin.

Flankierend zu den spezifischen Behandlungen können folgende diagnostische Routineverfahren direkt bei uns durchgeführt werden:

  • Laboruntersuchungen
  • Oberbauchsonografie
  • Schilddrüsensonografie
  • EKG
  • 24-Stunden-EKG
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • Spirometrie

Wir bieten Ihnen ein Multiprofessionelles

therapeutisches Team

Wir bieten ein psychotherapeutisches Team mit Weiterbildungen in den Bereichen:

  • tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Systemische Therapie
  • Psychoanalyse

 

Unser vielfältiges multiprofessionelles Rehabilitationsangebot umfasst:

  • Einzel- und Gruppenpsychotherapie
  • wöchentliche chefärztliche bzw. oberärztliche Visiten
  • wöchentliche bezugsärztliche Sprechzeiten
  • Kriseninterventionen
  • Körper-, Kreativ- und Musiktherapie
  • Arbeits- und Ergotherapie, u.a. EDV, Werkstätten, Försterei, Garten
  • Achtsamkeitstraining, Yoga, Akupunktur, PMR und weitere Entspannungstechniken
  • Ernährungsberatung und -therapie (u.a. zu Adipositas, Diabetes und zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten)
  • Eltern-Kind-Interaktion
  • Familientherapie
  • Erziehungsberatung
  • Einbeziehung von Angehörigen und weiteren nahen Bezugspersonen
  • Gesundheitsseminare
  • themenspezifische Indikationsgruppen z.B. zum Umgang mit Ängsten, mit Depressionen, mit Schmerzen, mit Sucht, mit Trauer
  • berufliches Stressmanagement, soziales Kompetenztraining
  • Hirnleistungstraining
  • Stabilisierungstraining
  • Sport und Physiotherapie
  • Sozialberatung und Reha-Fachberatung, Planung zur beruflichen Teilhabe
  • Unterstützung seitens unseres Pflegedienstes
  • und vieles mehr …

 

Wir bieten stationäre sowie tagesklinisch ambulante Rehabilitation.

Die gemütlichen Einzelzimmer haben natürlich Hotelstandard. Für Familien stehen je nach Bedarf und nach entsprechender Rücksprache Familien- oder Durchgangszimmer bereit. Barrierefreiheit ist ebenso selbstverständlich wie das Angebot von Zimmern für Allergiker*innen. Wir nehmen auch Rehabilitand*innen mit einem Körpergewicht von bis zu 300 kg auf. Für besondere Ansprüche an die Ernährung bzw. bei Unverträglichkeiten stehen unsere Ernährungstherapeutinnen und -beraterinnen gern zur Verfügung. Eine vorherige Information über wichtige gesundheitliche Besonderheiten an uns wäre hilfreich.

Unsere Rehabilitand*innen leben für die Zeit ihres Aufenthaltes in einer therapeutischen Gemeinschaft und bewerten erfahrungsgemäß gerade diese besondere Erfahrung als sehr hilfreich. Sie erhalten auf Basis der gemeinsam mit uns vereinbarten Rehabilitationsziele individualisierte, immer ressourcenorientierte Unterstützung für ihre Genesung und ihre gesellschaftliche Teilhabe. Sie profitieren von vielfältigen therapeutischen Alternativen, die sich in ihrer nachhaltigen Wirkung ergänzen und potenzieren. Die gemeinsame Planung einer guten Nachsorge ist uns in diesem Kontext ein wichtiges Anliegen.

Psychosomatische Erkrankungen & Therapien

Ihre Seele hat viele Facetten

Wir bieten unseren Rehabilitand*innen individualisierte Therapien im Rahmen einer multiprofessionellen Medizinischen Rehabilitation.

Depressionen

Rezidivierende depressive Störungen stehen erfahrungsgemäß diagnostisch besonders häufig an erster Stelle. Sie treten jedoch i.d.R. komorbid z.B. mit Suchterkrankungen, Angst- oder Schmerzstörungen auf. Insofern bietet unser multiprofessioneller ärztlich-therapeutischer Zugang viele Vorteile. Einzel- und Gruppenpsychotherapie, spezielle Indikationsgruppen zum Umgang mit Depressionen, Beratung zu Antidepressiva, Sport und weitere individualisierte Therapieangebote sowie die therapeutische Gemeinschaft stärken Selbstfürsorge und Achtsamkeit.

So unterstützen wir Betroffene effektiv dabei, Lebendigkeit und Lebensfreude neu zu spüren. Gerne beziehen wir Angehörige mit ein, zumal diese immer mit betroffen sind.

Trauerreaktionen

Viele unserer Rehabilitand*innen haben einen oder mehrere für sie wichtige Menschen verloren, sind anhaltend verzweifelt, vereinsamt und kommen über ihre Trauer nicht hinweg. Sie fühlen sich manchmal gedrängt, rasch wieder „funktionieren“ zu müssen. Die Erwerbsfähigkeit ist oft gefährdet.

Wir möchten Betroffene u.a. mit Hilfe einer speziellen Trauergruppe darin unterstützen, ihrer Trauer Raum und Zeit zu geben, wieder Worte für ihren Verlust zu finden und Anteilnahme zu erleben. Und wir möchten ihnen bei der Nachsorge behilflich sein. Weil Trauer sich nicht einfach abschalten lässt.

Persönlichkeitsstörungen

Unseren Rehabilitand*innen wurde im Vorfeld häufig eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Manche erleben diese Diagnosen zunächst als Stigmatisierung, andere sind erleichtert, weil (z.B. bei „Borderline“) die Schwierigkeiten in einen Kontext gestellt und für sie dadurch verständlicher werden.

Persönlichkeitsstörungen sind Beziehungsstörungen und insofern mit erheblichem Leidensdruck verknüpft. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen sind bei uns herzlich willkommen. Wir helfen ihnen dabei, ihr Leben im Allgemeinen und insbesondere ihre Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung individuell konstruktiver zu gestalten. Dazu stecken wir uns gemeinsam mit ihnen realistische Therapieziele und fördern ihre Ressourcen, auch in beruflicher Hinsicht.

Um Menschen mit Persönlichkeitsstörungen individuell möglichst gerecht zu werden, bieten wir zahlreiche Angebote, die ihnen Orientierung und neue positive Beziehungserfahrungen bieten: stützende Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Stabilisierungs- und Entspannungstechniken, Maßnahmen zum Umgang mit persönlichen Krisen, Kreativ- und Sporttherapie, spezielle Therapieverträge (z.B. Anti-Suizid-Vertrag, Vereinbarungen bei Selbstverletzung, Suchtmittelvertrag).

Traumatisierungen

Traumatische Vorerfahrungen betreffen unsere Rehabilitand*innen recht häufig und sie wünschen für diesen Fall meist eine Aufarbeitung. Nicht immer stand im Vorfeld eine ausreichende therapeutische Hilfe zur Verfügung. Die Fontane-Klinik ist ein Schutzraum – mit vielfältigen therapeutischen Angeboten, die der primär wichtigen Stabilisierung dienen. Das hat für uns die oberste Priorität. Während ihres Aufenthaltes bei uns eignen sich die betroffenen Rehabilitand*innen Stabilisierungstechniken an und gewinnen wieder Zutrauen in die eigene Kontrolle, um ihre Selbstwirksamkeit und ihr Sicherheitsempfinden aktiv zu stärken.

Wir helfen ihnen bei der Verarbeitung ihres Traumas, auch wenn dieser Prozess sicher über die uns zur Verfügung stehende Zeit der Rehabilitation hinausreichen wird. Deshalb planen wir gemeinsam die geeignete individuelle ambulante Nachsorge.

Schmerzstörungen

Rehabilitand*innen mit chronischen Schmerzstörungen blicken meist leidvoll auf eine langjährige Schmerzerfahrung zurück.

Durch multimodale Schmerztherapie bietet unser Team nicht nur wichtige Therapien an, sondern berücksichtigt auch alle Aspekte nach dem bio-psycho-sozialen Gesundheitsverständnis. Auch die weiteren beruflichen Perspektiven sind für den Erfolg der Therapie wichtig.

Unsere fachliche Expertise umfasst einen Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin als Funktionsoberarzt, außerdem die Expertise aus Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Psychotherapie, Schmerzpsychotherapie, Osteopathie, Manueller Medizin. Selbstverständlich bieten wir auch umfangreiche Physikalische Therapie, Physiotherapie, Bewegungstherapie, Kreativtherapie, alternative Heilmethoden, Hilfsmittelversorgung und die ärztliche Beratung zur medikamentösen Unterstützung.

Bipolare affektive Störungen

Medizinische Rehabilitation für Menschen mit Bipolaren affektiven Störungen zählt seit vielen Jahren zu einem unserer Spezialbereiche („Psychose-Bereich“). Bipolar Erkrankte unterstützen wir darin, eine verträglichere Balance zwischen ihren manischen bzw. hypomanischen Stimmungshochs und depressiven Stimmungstiefs zu finden. Wir zeigen ihnen Möglichkeiten auf, einen ausgleichenden Weg zur Mitte zwischen den Stimmungsextremen zu finden. Unser Psychose-Psychotherapiekonzept umfasst auch den Erfahrungsaustausch mit Peers, die Psychoedukation u.a. zum Umgang mit Frühwarnzeichen und mit schweren Krisen, die Erarbeitung von Krisenplänen, die Nutzung eines Stimmungskalenders und die Psychoedukation zu stimmungsstabilisierenden Psychopharmaka.

Wir informieren darüber hinaus zu Bipolar-Selbsthilfegruppen (z.B. Bipolaris e.V.) und zur DGBS e.V. / Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (https://dgbs.de), die unser Behandlungskonzept zu Bipolaren affektiven Störungen empfiehlt und uns ihr Qualitätssiegel verliehen hat:

Insgesamt fördern wir nachhaltig den kreativen Umgang mit Bipolarität abseits von Scham und Selbstvorwürfen. Wir orientieren uns in der Rehabilitation für Menschen mit Bipolaren Störungen an den entsprechenden S3-Leitlinien (www.leitlinie-bipolar.de).

Psychosen

Der Psychose-Bereich unserer Psychosomatischen Abteilung zählt seit vielen Jahren zu einer unserer Spezialkonzeptionen. Wir unterstützen psychoseerfahrene Menschen ressourcenorientiert in ihrer Ich-Stärkung, informieren sie ausführlich zu den vielfältigen Aspekten von Psychosen als menschlicher Grenzerfahrung und beteiligen sie auf Augenhöhe an der Entscheidungsfindung zum Umgang mit ihren Psychosen incl. weiterer Therapie. Zur Psychoedukation nutzen wir u.a. das Vulnerabilitäts-Stress-Modell sowie die Recovery- und Resilienz-Konzeptionen als hilfreiche Brücken.

Wir vermitteln psychoseerfahrenen Rehabilitand*innen durch Psychoedukation sowie durch vertiefenden Erfahrungsaustausch in der Bezugsgruppe mehr Wissen, wir planen gemeinsam Optionen einer geeigneten beruflichen Teilhabe und beziehen im Trialog gerne Angehörige und andere wichtige Bezugspersonen mit ein. Unsere individuelle Psychoedukation hilft den Betroffenen also dabei, zu Expert*innen in eigener Sache zu werden.

Burnout

Manche unserer Rehabilitand*innen beschreiben ihre vorherige krisenhafte Entwicklung als Burnout. Auch wenn dieser Begriff nicht zu den in ICD 10 gelisteten Erkrankungen gehört, hilft er dabei, die eigene massive Erschöpfung und den psychischen Zusammenbruch in plastische Worte zu fassen und sie z.B. auch Angehörigen etwas verständlicher zu machen. Es fühlt sich für die Betroffenen so an, als seien ihre Kräfte verloren gegangen. Wir helfen ihnen dabei, Ihre Lebensenergie wiederzubeleben. Und wir stellen die Burnout-Erfahrung in einen diagnostischen Kontext, um zielgerichtet geeignete ärztlich-therapeutische Hilfestellungen zu erarbeiten.

Wichtig sind dabei ausreichend Zeit und Raum zur Erholung und Entspannung. Das Leben der Betroffenen darf sich entschleunigen und einen gesünderen Rhythmus bekommen. Unser multiprofessionelles Therapieangebot ermöglicht viele Ansatzpunkte zur Hilfe. Dann kann auch die berufliche Perspektive wieder konkret in den Blick genommen werden.

Arbeitsstörungen

Medizinische Rehabilitation berücksichtigt stets die berufliche Ausgangssituation und dient u.a. der leidensgerechten bestmöglichen beruflichen Re-Integration und Teilhabe. Daher ist die Analyse von Arbeitsstörungen incl. ihrer Kontextfaktoren von besonderem Belang.

Die Mehrheit unserer Rehabilitand*innen ist im Vorfeld lange arbeitsunfähig gewesen, tw. bereits ausgesteuert, zudem häufig und lange arbeitslos. Viele haben bereits einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt oder diesen erwogen; manche befinden sich im Widerspruchsverfahren.

Daher fokussieren wir unsere ärztlich-therapeutische Arbeit auf die initiale Klärung besonderer beruflicher Problemlagen. Darauf aufbauend klären wir Fragen wie z.B.: Wie können die Rehabilitand*innen ihre Arbeit wieder positiv erleben und leistungsfähiger werden? Gemeinsam beleuchten wir die konkrete derzeitige Arbeitsplatzsituation. Dann entwerfen wir gemeinsam im Laufe der Rehabilitation eine individuelle berufliche Perspektive. Dazu zählen bspw. eine stufenweise Wiedereingliederung oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA). Wir fördern also die Leistungsfähigkeit für eine zukünftige Wiedereingliederung in der Bezugstätigkeit bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Auch unsere Sozial- und Reha-Fachberatung steht hilfreich zur Seite, wenn es um eine stufenweise Wiedereingliederung oder um Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben geht. Das berufliche Stressmanagement, Entspannungstechniken oder auch z.B. das Soziale Kompetenztraining werden zu Handwerkszeugen, um die berufliche Teilhabe unserer Rehabilitand*innen in Zukunft zu erleichtern.

Angststörungen

Angst- und Panikstörungen sowie Phobien haben eine erhebliche sozialmedizinische Relevanz, denn sie neigen sehr zur Chronifizierung und führen dadurch zu erheblichen gesellschaftlichen Teilhabestörungen.
Vielfach kommt es zu zunehmendem Vermeidungsverhalten, wodurch die Lebensqualität mehr oder weniger deutlich eingeschränkt wird.

Es geht darum, dass Betroffene ihre Handlungsfreiheit wiedererlangen und ihre Lebensqualität steigern. In psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen sowie in speziellen Indikationsgruppen, die sich gezielt dem Umgang mit Angststörungen widmen, lernen die Rehabilitand*innen den Umgang mit Ihrer Angst. Die entsprechende Motivation, sich den eigenen Ängsten zu stellen, ist in diesem Prozess erfahrungsgemäß immer sehr hilfreich.

ADS/ADHS

Manche unserer Rehabilitand*innen kennen die Erfahrung, als „Zappelphilipp“ zu gelten, sich nicht konzentrieren zu können und leicht ablenkbar zu sein. Sie berichten teilweise auch von ambulant erfolgter Diagnostik bzw. von positiver Familienanamnese.

Wir führen eine Differenzialdiagnostik durch und beraten (auch medikamentös) zum Umgang mit ADS und ADHS. Eine spezifische Indikationsgruppe hilft zusätzlich beim persönlichen Umgang mit ADS/ADHS.

Zwangsstörungen

Zwangsgedanken und -handlungen zeigen eine häufige Chronifizierungstendenz, bringen einen erheblichen Leidensdruck mit sich und haben, zumal sie meist komorbid auftreten, eine erhebliche sozialmedizinische Relevanz. Wir kümmern uns um eine differenzialdiagnostische Bewertung und leiten daraus entsprechende Therapieempfehlungen ab. Wir helfen unseren Rehabilitand*innen dabei, weniger Druck und Zwang zu empfinden, leichter gegenzusteuern und dadurch mehr gedankliche sowie Handlungsfreiheit zurückzugewinnen.

Essstörungen

Viele Rehabilitand*innen mit Essstörungen haben einen langen Leidensweg hinter sich. Die Themen Gewicht und Essverhalten (Diätversuche, Hungern, Essanfälle, ständige Beschäftigung mit Essen) bestimmen und belasten häufig den Alltag, die ursächlichen Nöte bleiben oftmals im Verborgenen.

Wir behandeln Menschen mit Binge Eating (Essanfällen), Bulimie, Psychogenen Essstörungen und Anorexie (bei klarem Behandlungsauftrag an uns und einem BMI von mindestens 16 kg/m²). Wir wollen die Betroffenen auf dem Weg zur Genesung unterstützen und stellen ihnen dafür einen spezifischen Behandlungsrahmen (im Essstörungssetting bis zu 10 Wochen) zur Verfügung. Eine Selbstversorgerphase kann die Behandlung in den letzten 14 Tagen abschließen und den Transfer erleichtern.

Gerne klären wir mit den Interessent*innen in einem Vorgespräch (auch telefonisch), ob unser multidisziplinäres Angebot dafür hilfreich ist und zu ihren Vorstellungen passt. Ansprechpartnerin ist Frau Oberärztin Dr. Hansch

Zum Rehabilitationsteam im Essstörungs-Bereich gehören Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen, Körperpsychotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und unser ernährungstherapeutisches Team (Ernährungsberater*innen, Diätassistent*innen und Ökotropholog*innen).

MBOR (Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation)

Wir wollen unseren Rehabilitand*innen bei der beruflichen Wiedereingliederung und Teilhabe helfen. Deshalb klären wir zu Beginn ihrer Rehabilitation mit ihnen, ob und ggf. inwiefern eine besondere berufliche Problemlage vorliegt. Nach dieser Analyse entwerfen wir gemeinsam konkrete Schritte und Strategien zur Bewältigung ihrer Arbeitsprobleme und zur Klärung ihrer beruflichen Perspektive.

Wir bieten dazu berufsbezogene Trainingsoptionen wie berufliches Stressmanagement, Soziales Kompetenztraining, Ergo- und Arbeitstherapie.

Und wir beraten ausführlich zu Unterstützungsmöglichkeiten wie einer stufenweisen Wiedereingliederung und zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA).

Unsere weiteren Angebote

Unsere Angebote jenseits der direkten Therapien komplettieren unser Portfolio im Sinne der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden.

Ernährungsberatung

Unser vierköpfiges Team berät jede Altersgruppe zu allen ernährungstherapeutisch relevanten Themen in Gruppen, im Einzelkontakt oder in der Familienberatung. Besondere Angebote haben wir für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Essstörungen, mit Übergewicht, spezifischen Stoffwechselstörungen sowie Allergien und Unverträglichkeiten. In enger Zusammenarbeit mit dem Team unserer Küche stellen wir bei besonderer Indikation eine bedarfsgerechte, bekömmliche und schmackhafte Kost zusammen. Praktische Erfahrungen können im Rahmen von Workshops in unserer Lehrküche gesammelt werden mit dem Ziel, ein selbstfürsorgliches und genussvolles Essverhalten zu entwickeln.

Sozialberatung

Im Rahmen unserer Sozialarbeit unterstützen wir Rehabilitand*innen dabei, sich selbst zu helfen. Wir wollen sie wieder in die Lage versetzen, die Ursachen für Ihre Probleme zu verstehen und aktiv Lösungswege zu finden. Schwerpunktthemen unserer Sozialberatung sind:

  • Information und Beratung über existenzsichernde Hilfen
  • Beratung zur beruflichen Situation
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Hilfe im Umgang mit Ämtern und Behörden und bei Antragstellungen
  • Unterstützung in Schuldenfragen
  • Informationen zu und Vermittlung in Adaption, in stationäre Nachsorgeeinrichtungen und betreutes Wohnen

Gesundheitsseminare & Informationsveranstaltungen

Wir verstehen das Wissen um Ursachen, Verlauf, Diagnostik, Therapie und Prognose von Krankheit und Behinderung als ein wesentliches Handlungsmerkmal moderner Therapiekonzepte. Entsprechend kümmern wir uns um die kontinuierliche Wissensvermittlung in themenspezifischen Gesundheitsseminaren und Informationsveranstaltungen. Hierbei geht es für unsere Rehabilitand*innen sowohl um die Vermittlung wissenschaftlicher Neuerungen wie auch um die Reaktivierung und Aktualisierung von verschüttetem Wissen.

Rehabilitand*innen, die um ihre Erkrankung wissen, sich beständig weiterbilden sowie im Austausch mit ihren Ärzt*innen, Therapeut*innen und anderen Rehabilitand*innen stehen, können sich sehr viel aktiver mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und auch dadurch ihre Genesungschancen steigern.

Themen unserer Gesundheitsseminare und Informationsveranstaltungen sind u.a.:
Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Umgang mit chronischen Schmerzen, Seminar gesunde Ernährung, Achtsamkeit, Formen der Psychotherapie, Entspannungstechniken, Stress/Meditation/Entspannung, psychische Grundbedürfnisse, Umgang mit Ängsten, Umgang mit Depressionen, Schlafhygiene, neue Entwicklungen in der Verhaltenstherapie/die dritte Welle, Umgang mit Hilflosigkeit, Stressbewältigung, Umgang mit Medien, Alkohol-, Medikamenten- und Nikotinabhängigkeit, illegale Drogen, Nachsorgemodelle, „Psychosomatik - Was hat das mit mir zu tun?“, Ernährungsmythen, Psychopharmaka und Psychotherapie.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und die Zusammenarbeit mit Ihnen! Kontaktieren Sie uns gerne, falls Sie Fragen und spezielle Anliegen haben.

Ihr Leitungsteam der Abteilung für Psychosomatik

Chefarzt

Dr. Hendrik Terdenge

Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie,
Sozialmedizin, Rehabilitationswesen

Telefon 033769-86-0
Mail

Herr Dr. Hendrik Terdenge studierte Medizin an der Universität des Saarlandes (1977-79) und an der Freien Universität Berlin (1979-84) incl. Auslandssemestern in Südafrika und New York City.

Rehabilitative und trialogische Interessen prägten seine berufliche Laufbahn von Beginn an. Von 1985-97 war Herr Dr. Terdenge Assistenzarzt in der Nervenklink Spandau und parallel (1988-89 sowie 1991-92) Fürsorgearzt beim Sozialpsychiatrischen Dienst Wilmersdorf. 1993 erhielt Herr Dr. Terdenge die Anerkennung als Arzt für Psychiatrie sowie die Zusatzbezeichnung (tiefenpsychologisch fundierte) Psychotherapie.  Er unterrichtete an der Schule für Ergotherapie im Ev. Waldkrankenhaus Spandau und untersuchte in seiner Dissertation sozialpsychiatrische Fragestellungen.

Über mehr als zehn Jahre war Herr Dr. Terdenge 1. ehrenamtlicher Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins ProFil-Betreutes Leben in Gastfamilien. Mehrere Jahre ist er Sprecher der PSAG Erwachsenenpsychiatrie im Landkreis Dahme-Spree gewesen. Er hat zudem eine Weiterbildung in psychoanalytisch-interaktioneller Gruppenpsychotherapie absolviert.

Herr Dr. Terdenge ist seit 1997 in der Abteilung für Psychosomatik der Fontane-Klink tätig, zunächst als Oberarzt, seit 2010 als Chefarzt der Abteilung. Sein besonderes berufliches Engagement gilt u.a. Rehabilitand*innen mit gravierenden psychiatrischen und psychosomatischen Problemlagen. So bietet seine Abteilung Spezialkonzeptionen für Menschen mit Psychosen und Bipolaren affektiven Störungen sowie für Menschen mit Essstörungen und mit Schmerzstörungen.

Herr Dr. Terdenge hat zahlreiche trialogisch orientierte interdisziplinäre Tagungen durchgeführt, Vorträge gehalten und Workshops moderiert v.a. zum Umgang mit Psychosen, Bipolaren Störungen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen.

Er möchte gemeinsam mit seinem Team Rehabilitand*innen, welche besonders schwierige persönliche gesundheitliche Ausgangsbedingungen mitbringen, in ihrer individuell bestmöglichen Teilhabe am Leben inklusive der Teilhabe am Arbeitsleben unterstützen.

Herr Dr. Terdenge besitzt Weiterbildungsermächtigungen für zwei Jahre Psychiatrie und Psychotherapie sowie für jeweils ein Jahr Sozialmedizin und Rehabilitationswesen.

Oberärztin

Dr. Dorothea Andreae

Fachärztin für Nervenheilkunde, Psychotherapie

Telefon 033769-86-0
Mail

Frau Dr. Dorothea Andreae, geboren in Rostock, studierte ab 1983 an der Humboldt-Universität zu Berlin Medizin und schloss das Studium 1990 als Dr. med. mit der Approbation ab.

Die Facharztweiterbildung Neurologie/Psychiatrie im Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus in Berlin-Kaulsdorf schloss sie 1996 als Fachärztin für Nervenheilkunde ab und erwarb den Zusatztitel „Psychotherapie“. Als Fachärztin in der Heinrich-Heine-Klinik Neu Fahrland 1996-97 interessierte sie sich für Psychosomatik und die Rehabilitation psychisch kranker Menschen.

Von 1997-2019 war sie als Oberärztin in der Landesklinik, dann Asklepios Fachklinikum Teupitz, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik tätig, seit 2004 als Leitende Oberärztin. Sie arbeitete in der Institutsambulanz und leitete diese und verschiedene Stationen. Sie wirkte aktiv an der Weiterentwicklung der Klinik mit. Ihr besonderes Interesse galt der Behandlung von Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen.

Ab 2020 wechselte sie als Oberärztin in die Abteilung für Psychosomatik der Fontane -Klinik. Im AMSP-Projekt (Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie) seit über 20 Jahren aktiv, bringt sie ihre Begeisterung für die Beschäftigung mit Psychopharmaka, deren Wirkungen, unerwünschten Wirkungen und deren Sicherheit mit, so dass die Fontane-Klinik bei dem Projekt ab 2020 mitwirkt. Es liegen ihr eine gute Weiter- und Fortbildung genau so am Herzen wie ein offenes und vertrauensvolles Arbeitsklima.

Oberarzt

Dr. Jörg Duckstein

Facharzt Physikalische und Rehabilitative Medizin

Telefon 033769-86-0
Mail

Herr Dr. Duckstein studierte an der Charité Universitätsmedizin Berlin bis 2007 Medizin. Praktika während des Studiums leistete er an der Tongji University in Wuhan, China (Fachbereich: Rehabilitation und Akupunktur) und im Zomba Central Hospital in Malawi (Fachbereich: Chirurgie und Geburtshilfe).

Nach dem Studium begann er seine berufliche Laufbahn in der orthopädischen Rehabilitationsklinik Hoppegarten. In seiner Promotionsarbeit welche er 2010 abschloss beschäftigte er sich mit den Stressreduzierenden Eigenschaften von Tai-Chi.

2013 begann er zunächst seine Tätigkeit in der Fontane Klinik als Bezugsarzt. Seinen Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin erreicht er 2014.

Zudem schloss er die Zusatzbezeichnung Manuelle Therapie sowie das Diplom Ärztliche Osteopathie ab. Seit 2018 übernimmt er als Funktionsoberarzt Schmerztherapie die konsiliarische Begleitung und Supervision unserer Schmerzpatient*innen.

Im Jahr 2020 erlangte er die Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt Physikalische und Rehabilitative Medizin.

Kontakt & Aufnahme

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, Fragen haben, ein therapievorbereitendes Gespräch vereinbaren wollen oder die stationäre Aufnahme in die Wege leiten möchten, wenden Sie sich gerne an:

Ihre Ansprechpartnerinnen unserer Rehabilitand*innen-Aufnahme:

- Diana Friedrich

- Angela Dittmann

Telefon 033769-86-0
Mail Aufnahmeteam:

Antrag auf medizinische Rehabilitation

Zu Ihrer Information und bei Ihrer Suche nach Ansprechpartner*innen nutzen Sie bitte gerne z. B. das Internetportal der Deutschen Rentenversicherung.

Nachdem sich Ihre Rehabilitand*innen bzw. Klient*innen zur Durchführung einer stationären Rehabilitation entschlossen haben, gilt es, gemeinsam mit Ihnen nächste Schritte zu veranlassen:

Erstellen des Antrags auf Übernahme der Kosten („Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte –Rehabilitationsantrag“ G 100). Ein Antragsformular können Sie direkt bei der Renten- oder Krankenversicherung anfordern oder herunterladen:

  • Homepage der Deutsche Rentenversicherung
  • Reiter „Formulare und Publikationen“
  • Formulare
  • Rehabilitation
  • „Antragspaket Leistungen zur medizinischen Rehabilitation“

Erstellen eines aktuellen Ärztlichen Befundberichts durch Ihre behandelnden Haus- oder Fachärzt*innen.

Sind Ihre Rehabilitand*innen bzw. Klient*innen alleinerziehend oder ist die Versorgung ihres Kindes während der Rehabilitation nicht gewährleistet, dann ist die Mitnahme ihres Kindes als Begleitperson möglich. Ein Anspruch zur Mitaufnahme für ein bzw. mehrere Kinder besteht bis einschließlich dem 12. Lebensjahr. Einen Antrag auf Übernahme der Kosten im Rahmen eines Antrags auf Haushaltshilfe legen die Rehabilitand*innen bzw. Klient*innen ergänzend ihrem Antrag bei.

Es ist möglich, eine Wunschklinik zu äußern. Der zuständige Leistungsträger wird diesen Wunsch prüfen. Sollten Sie die Fontane-Klinik favorisieren, freuen wir uns sehr über das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Das komplette Antragspaket senden die zukünftigen Rehabilitand*innen an den für sie zutreffenden Leistungsträger. Dieser ist in der Regel die Rentenversicherung und für Rentner*innen die Krankenversicherung. Sie erhalten nach Prüfung ihres Antrags einen Kostenübernahmebescheid zugeschickt.
Parallel erhalten auch wir seitens ihres Leistungsträgers eine Information über die bewilligten Leistungen mit der Aufforderung, den Rehabilitand*innen zeitnah den Beginn ihrer Rehabilitation zu ermöglichen. Ihnen werden zügig eine schriftliche Einladung mit einem Termin zur Aufnahme und eine Checkliste mit allen nötigen Informationen zur Vorbereitung per Post zugesandt.

Zur kurzfristigen und direkten Absprache eines möglichen Aufnahmetermins melden sich die Rehabilitand*innen gern beim Aufnahmeteam unserer Klinik.

Infos unserer Abteilung für Psychosomatik

Nützliche Downloads für Ihren Gebrauch

Laden Sie sich gerne unsere Broschüren, Flyer, Konzepte und Rehabilitand*inneninformationen zum Thema psychosomatische Erkrankungen und weitere wissenswerte Informationen als PDF herunter.